Erfahrung mit der Firma Revilak … und der Gemeinde Hoppegarten, Stand: 8.9.2015

Auf der Webseite der Gemeinde Hoppegarten findet man heute noch einen Hinweis auf das Schreiben des
Bürgermeisters an die Gewerbetreibenden der Gemeinde vom 12.6.2015.

http://www.gemeinde-hoppegarten.de/seite/139481/unternehmerplattform.html

http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/firmenanschreiben.pdf

Auszug:

Das Unternehmen Revilak Kartografien bietet uns die Professionelle Erstellung eines interaktiven Informations-Systems mit Kartografie an.

Herr Detlef Dankwart … Mitarbeiter aus dem Unternehmen Revilak
Kartografien wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihnen im
Rahmen einer Präsentation alle Vorteile und Möglichkeiten
des Systems für Ihr Unternehmen vorzustellen.
Gemeinsam präsentieren wir unsere Region noch besser.

Nur hat der Bürgermeister Karsten Knobbe „vergessen“ zu erwähnen, das die Finanzierung dieser
„gemeinsamen Präsentation“ durch die Gewerbetreibenden zu erfolgen habe.
Dabei liegt das Risiko natürlich auf Seiten der damit „geförderten“ Gewerbetreibenden,
die ja gedrängt werden einen 3-Jahres-Vertrag zu unterzeichnen!

Ist das nur Irreführung oder wie würde ein Jurist solch ein Vorgehen bezeichnen?

Die Vereinbarung des „Präsentations-Termines“ erfolgte durch einen Herren Salzmann, der
bezeichnenderweise ohne Rufnummernanzeige anrief und sich mehrmals auf das Schreiben der Gemeinde bezog.

Der Herr Detlef Dankwart, ein Herr mit
dem Charme eines Hauptmannes der Staatssicherheit, hat nichts zu
präsentieren, sondern will die überraschten
Gewerbetreibenden (die ja eine Präsentation erwarten), zur
Unterzeichnung eines Werbevertrages drängen.

Zusammenfassung der Unterhaltung mit dem Herrn Dankwart:

1. Frage Herr D.: „Was erwarten Sie denn von einem solchen System?“
Antwort Torro: „Soll ich auch noch ihre Aufgabenstellung erstellen?“

2. Frage Herr D.: „Was ist ihnen denn das wert?“
Antwort Torro: „Sie wollten doch etwas präsentieren?“
Dann durfte der Herr gehen da er nix zu präsentieren hatte...

Der Mitarbeiter einer bayrischen Firma tauchte mit einem Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen auf?
Damit haben wir wohl eher eine örtliche Drückerkolonne am Hals...

Kein Gewerbetreibender der Gemeinde Hoppegarten braucht die Erwähnung in der hundertsten Datenbank
im Internet. Dazu gibt es schon seit vielen Jahren: Telefonbuch,
Gelbe Seiten, eigene Internetpräsenz, die Präsentation in
der Datenbank der IHK, dasoertliche.de, Wegweiser aktuell
Hoppegarten, Google und vieles mehr.

Die sich aufdrängenden Fragen:

1.) Versteht der Bürgermeister Karsten Knobbe dies unter Wirtschaftsförderung?

2.) Wie steht die Gemeindevertretung zu diesem Fall von Wirtschaftsbehinderung?

3.) Wer hat das Werbeschreiben für die Firma Revilak, das ja wohl per Post im Namen der Gemeinde an die
Gewerbetreibenden verschickt wurde, bezahlt? (Porto, Erstellung, Druck)

4.) Wer ist der Herr Dankwart, in welcher Beziehung steht er zum Bürgermeister?

5.) Die Zusammenarbeit mit der Firma Revilak wäre gestoppt am 31.7.2015. So mein Wissenstand. Weshalb
ist das Werbeschreiben dann immer noch auf der Webseite der Gemeinde? Stand 30.8.2015???

Das Muster Firmenanschreiben des Bürgermeisters finden Sie auch hier.

Antwort der Gemeinde vom 7.9.2015:

Sehr geehrter Herr Torro,

die Zusammenhänge bei der Gestaltung einer Internetkarte gestalten sich etwas differenzierter
und nicht jede Gemeinde vereinbart das Gleiche. Auch bei uns gab es mehrere Aspekte in der
Zusammenarbeit zu berücksichtigen. Nicht alle sind glücklich umgesetzt. Dennoch wird es der
Gemeinde möglich sein, gemeinsam mit den beteiligten  Firmen, die das Angebot nutzen möchten,
eine entsprechende Internetkarte umzusetzen.
Da Sie nunmehr weitere Fragen haben, biete ich Ihnen ein Gespräch in der Verwaltung an, um diese zu klären.
Sollten Sie daran Interesse haben, so unterbreiten  Sie doch bitte eine Vorschlag.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Madeleine Bertz“

die Zusammenhänge bei der Gestaltung einer Internetkarte gestalten sich etwas differenzierter...

Schon einmal solch einen Unsinn gelesen????

Ein paar weitere Infos: http://www.maik-foerster.de/show_news.php?action=shownews&id=251

Dort steht zum Beispiel:
 ...haben ca. 60 Betriebe aus Pulsnitz einen Vertrag bei Revilak unterschrieben. Das sind ca. 40.000 Euro die dadurch
aus Pulsnitz abgeflossen sind. Mit diesem Betrag hätte die Stadt einen obergenialen Internetauftritt finanzieren können.
Bei Revilak ist der nutzlose Link nach 3 Jahren durch die Unternehmen neu zu bezahlen .......

Wirtschafsförderung sieht wohl doch anders aus....


Nachtrag vom 9.11.2015: Die "Unternehmerplattform" ist zwar noch existent einen
Hinweis auf die Firma Revilak findet man aber nicht mehr so einfach. Nur noch einen Button
"Wo finde ich was" ohne Auswirkungen. Immer noch mit dem Titel "Revilak".
Hat man etwa doch gelernt? Wenn ja, dann klammheimlich.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Torzinski
Torro-Softworks GmbH
Wöhrdetalstraße 9
15366 Hoppegarten
GF:Dipl.-Ing.-Ök. (FH) Frank Torzinski